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CD-Rezension Mandelring Quartett – Brahms: Streichsextette

Brahms mit Biss

Große Kunst und alles in einem plastischen Raumklang: Den sechs Musikern gelingt ein gleichermaßen kompakter wie nuancenreicher Ensembleklang

vonEcki Ramón Weber,

Brahms im Fokus: Das Mandelring Quartett hat nach den Quartetten und Quintetten jetzt die beiden Streichsextette eingespielt. Mit dabei: der ehemalige Bratschist des Ensembles, Roland Glassl, der schon bei der Quintett-CD mitwirkte, und der Cellist Wolfgang Emanuel Schmidt, der sich vor allem als Solokünstler einen Namen gemacht hat. Den sechs Musikern gelingt ein gleichermaßen kompakter wie nuancenreicher Ensembleklang. Da ist jedes gegenrythmische Pizzicato prägnant. Oder die einzelnen Phrasen: Die solistischen Melodielinien werden leidenschaftlich, ja euphorisch instrumental ausgesungen, mutig mit individuell expressivem Profil. Eine ungeheure Energie wird da freigesetzt. Spannend auch der vielfältige klangliche Perspektivwechsel zwischen den Instrumenten, ein wendiger Gestus und wie sich alle sechs jeweils wieder zusammenfinden. Nicht zu breit oder flächig, was oft gemacht wird, sondern mit Biss. Große Kunst und alles in einem plastischen Raumklang.

Brahms: Streichsextette Nr. 1 B-Dur op. 18 & Nr. 2 G-Dur op. 36

Roland Glassl (Viola), Wolfgang Emanuel Schmidt (Violoncello), Mandelring Quartett
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