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Rezension Mao Fujita – 72 Preludes

Stupend

Lyrisch, präzise und unaufgeregt präsentiert der junge Pianist Mao Fujita Charakterstücke von Chopin, Skrjabin und Akio Yashiro.

vonJan-Hendrik Maier,

Nach der Einspielung aller Mozart-Sonaten setzt der junge Japaner Mao Fujita seine Diskografie mit dem Konzeptalbum „72 Preludes“ fort, das die bekannten Zyklen von Chopin und Skrjabin mit jenem seines Landsmanns Akio Yashiro vereint. Letztgenannte Charakterstücke, die sich ebenso durch alle 24 Tonarten bewegen, hat der spätere Messiaen-Schüler im Alter von nur fünfzehn Jahren bei der Flucht von Tokio aufs Land 1945 komponiert. Sie erweisen sich als zumeist schlichte, doch höchst reizvolle Preziosen in postromantischer Klangsprache und mit gelegentlichen Anleihen an japanisches Liedgut. Fujita begegnet ihnen mit wohl dosierter Ernsthaftigkeit. In Summe betont der 25-Jährige die lyrischen Momente aller Preludes, was ihm dank seines feinen Anschlags und, insbesondere bei Skrjabin, mit dem Verzicht auf pathetische Virtuosität stupend gelingt.

Mao Fujita
Mao Fujita

72 Preludes
Chopin: Préludes op. 28, Skrjabin: Préludes op. 11, Yashiro: Preludes

Mao Fujita (Klavier)
Sony Classical

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