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CD-Rezension Michail Lifits spielt Schostakowitsch

Vorbild Bach

Lifits fängt die Stimmungen der pianistisch hoch anspruchsvollen Präludien haargenau ein, ohne jedoch ins Überschwängliche abzudriften

vonJohann Buddecke,

Dass die Musik Johann Sebastian Bachs in der dramatisch-bewegten Lebensgeschichte Dimitri Schostakowitschs eine stetige Konstante dargestellt hat, beweist die von Michail Lifits vorgenommene Gegenüberstellung seiner 24 Präludien op. 34 und seines Klavierquintetts op. 57. Beide, in unterschiedlichen Lebensphasen komponierte Werke, stehen in der Tradition Bachs und sind, wie alle Werke des Komponisten, musikalischer Ausdruck seiner Gefühlswelt. Lifits fängt die Stimmungen der pianistisch hoch anspruchsvollen Präludien haargenau ein, ohne jedoch ins Überschwängliche abzudriften. Ebenso gelingt es ihm mit dem Szymanowski Quartet die unterschwellig anklingende Dramatik des Klavierquintetts einzufangen. Insgesamt zeichnet das Album ein Bild, das neben einem von Unsicherheit geprägten Schostakowitsch auch den weniger rezipierten jungen ausgelassenen Musiker durchscheinen lässt, der allen Widrigkeiten zum Trotz sein großes Vorbild niemals aus den Augen verloren hat.

Schostakowitsch: Präludien op. 34 Nr. 1-24 & Klavierquintett op. 57

Michail Lifits (Klavier), Szymanowski Quartet
Decca

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