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CD-Rezension Thomas Stimmel – roots//wurzeln

Musik kennt keine Hautfarben

Thomas Stimmel begibt sich auf Spurensuche nach Werken schwarzer Komponisten, die hierzulande kaum bis gar nicht wahrgenommen werden

vonNicole Korzonnek,

Fernab der bekannten Kunstlieder hat sich der Bass Thomas Stimmel auf Spurensuche begeben und nach Werken schwarzer Komponisten gesucht, die hierzulande kaum bis gar nicht wahrgenommen werden. Dabei hat er Schätze von Samuel Coleridge-Taylor, der einst als „afrikanischer Gustav Mahler“ galt, oder des Dvořák-Schülers Will Marion Cook ausgegraben, deren Songs durch ihre Mischung aus Spiritual, Broadway-Klängen, Swing und Kunstlied zu überzeugen wissen. Leider gilt das nicht immer unbedingt für Stimmels Interpretationen der Werke. Sein lyrisches Bass-Timbre klingt zwar angenehm, aber allzu oft wirkt seine Stimme bemüht, ja, teilweise in der Höhe sogar angestrengt. Und Lieder wie Cooks „My Lady“, die von einer beschwingten Leichtigkeit leben, kommen bei ihm schon arg behäbig daher, sodass sich die Strahlkraft der einzelnen Kompositionen nicht voll entfalten kann. Schade.

„roots//wurzeln“
Werke von H. T. Burleigh, S. Coleridge- Taylor, J. Perry, H. L. Adams, W. M. Cook

Thomas Stimmel (Bass), Philipp Vogler (Klavier), Eroica Berlin
ars vobiscum

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