Startseite » Rezensionen » Geschliffen

CD-Rezension Trio Wanderer spielt Dvořák

Geschliffen

Das Trio Wanderer feiert Jubiläum mit einer neuen Dvořák-Aufnahme und kling so schwungvoll wie eh und je

vonJulia Hellmig,

30 Jahre ist das Trio Wanderer alt und klingt so prickelnd und schwungvoll wie eh und je. Dvořáks letztes Klaviertrio „Dumky“ sprüht nur so vor slawischen Tanzrhythmen und Volksmelodien, die das Ensemble ganz wunderbar zum Leben erweckt. Damit schließt sich ein Kreis, denn ihren ersten CD-Erfolg verdankt das Trio eben jenem leidenschaftlich-melancholischen Meisterwerk der Kammermusik. Die ersten drei Sätze sind besonders genau ausgehört sowie zupackend in der Dynamik, kontrastreich ist der darauffolgende Satz, entschlossen und mit furioser Kraft das Finale. Das dritte Klaviertrio steht seinem omnipräsenten Nachfolger jedoch in keinster Weise nach: Die leidenschaftliche Eröffnung im Allegro erinnert an Brahms, im Scherzo kehrt Dvořáks federnder Stil zurück, um schließlich im energiegeladenen Schlusssatz ein  überwältigendes Finale zu bieten – das Trio Wanderer glänzt dabei vom ersten bis zum letzten Ton.

Dvořák: Klaviertrios Nr. 4 op. 90 „Dumky“ & Nr. 3 op. 65

Trio Wanderer
harmonia mundi

Auch interessant

Rezensionen

Termine

Aktuelle Rezensionen

  • International als Solistin und Kammermusikpartnerin gefragt: Raphaela Gromes
    Interview Raphaela Gromes

    „Nicht enden wollende Energie“

    Raphaela Gromes hat mit dem Ukrainischen Nationalorchester Antonín Dvořáks Cellokonzert eingespielt – für die Cellistin in vielerlei Hinsicht ein bewegendes Projekt.

Anzeige

Audio der Woche

„Pie Jesu“ aus Andrew Lloyd Webbers ergreifendem Requiem

Der Chor des Bayerischen Rundfunks, das Münchner Rundfunkorchester und der Dirigent Patrick Hahn stimmen überirdische Töne an.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!

Klassik in Ihrer Stadt