Das Deutsche Theater München gehört zu den traditionsreichsten Spielstätten für Musicals, Tanz, Operetten und Unterhaltungsshows in Deutschland. Mit jährlich etwa 300 Vorstellungen ist es nach der Bayerischen Staatsoper die zweitgrößte Bühne Münchens und verfügt über drei Säle: den zentralen Theatersaal mit Platz für bis zu 1500 Zuschauer, den Silbersaal mit knapp 400 Plätzen und den Barocksaal, der für Lesungen und Kabarett genutzt wird.
1896 wurde das Deutsche Theater München auf Initiative des Industriellen Friedrich Haenle als Varietétheater eröffnet. Für die neobarocke Architektur zeichnete Alexander Bluhm verantwortlich. Nach dem Ersten Weltkrieg avancierte es zunächst zu einer bedeutenden Bühne für Revuen und Sprechkunst. Am Faschingsdienstag 1943 wurde das Haus mit Ausnahme des Silbersaals bei einem Bombenangriff zerstört.
Seit der Wiederöffnung acht Jahre später finden im zentralen Theatersaal internationale Gastspiele statt. Erfolgreiche Stücke wie „West Side Story“, „Cats“ und „Tanz der Vampire“ feierten hier Premiere. Von 2008 bis 2014 wurde das historische Gebäude in der Schwanthalerstraße umfassend saniert.