Eine Symbiose zwischen traditioneller Jugendstilarchitektur und modernem Kongressbau schafft der Rosengarten Mannheim – offiziell auch „m:con Congress Center Rosengarten“ genannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Veranstaltungszentrum nach Plänen des Berliner Architekten Bruno Schmitz als zweiflügelige Festhalle gegenüber dem Wahrzeichen der noch jungen Großstadt, dem Wasserturm, errichtet. Kernstück war damals der 6000 Plätze bietende Nibelungensaal, in dem Musikerpersönlichkeiten wie Gustav Mahler und Richard Strauss aufgetreten sind. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde lediglich der Querbau am Friedrichsplatz wieder aufgebaut. Dessen Fassade und das grüne Ziegeldach prägen heute das Altstadtbild. Am Ort des einstigen Nibelungensaals entstand 1974 die erste moderne Erweiterung, 2006 folgte der Glaskubus.
Insgesamt verfügt der Rosengarten über 44 Säle, in denen mehr als 9000 Personen Platz finden. Zwei davon werden regelmäßig als Spielstätte für klassische Konzerte genutzt: Während das städtische Nationaltheater-Orchester, Gastensembles aus aller Welt und hochkarätige Solisten zumeist den Mozartsaal mit seinen 2300 Sitzplätzen wählen, entscheidet sich die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz bei ihren Mannheimer Konzerten in der Regel für den Musensaal mit 1368 Plätzen. Dort steht auch eine Konzertorgel der Firma Walcker mit 48 Registern zur Verfügung.